Das Zukunftsarchiv

Im Zukunftsarchiv werden Geschichten des Gelingens erzählt. Dabei geht es um Menschen, die ihre Welt verändern, indem sie Ideen über andere Formen des Produzierens, Wirtschaftens, Unterhaltens usw. umsetzen und damit Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit praktisch machen. Sie schaffen Labore und Experimentierräume einer enkeltauglichen Gesellschaft, und zwar ohne Auftrag und ohne, dass sie jemand dazu aufgefordert hätte. Sie machen Unerwartetes, weil sie es sinnvoll finden. Bei all dem wird Wissen erzeugt, das wir künftig brauchen werden. Deshalb ist alles, was Sie im Zukunftsarchiv lesen können, zum Weitererzählen und – besser noch – zur Nachahmung empfohlen.

Die Geschichten gliedern sich in die folgenden sechs Bereiche:

Saft und Stoff

Diese Geschichten erzählen von einem anderen Umgang mit Rohstoffen, Materialien und Energien. Sie handeln von Wegen, weniger Energie zu verbrauchen, mehr davon selbst herzustellen und sich von fossiler Energie endgültig zu verabschieden. Es geht um Stoffe, die hergestellt werden, ohne Schäden zu verursachen, und die auf Kreisläufe ausgelegt sind anstatt auf Einmalnutzung. Außerdem wird hier von Bauern, Winzerinnen und Pflanzenfreunden erzählt, die ihre Böden nicht übernutzen, die Gene ihrer Pflanzen intakt lassen oder ihr Terrain mit Effektiven Mikroorganismen auf natürliche Weise nachhaltig bewirtschaften.

Kaufen Essen Trinken

Geschichten in dieser Rubrik handeln von verantwortungsvollen Erzeugern und strategischen Konsumenten, denen es wichtig ist, unter welchen Bedingungen Waren produziert werden und welche Kosten Umwelt und Gesellschaft dabei tragen. Sie erzeugen und verbrauchen korrekt, fair und regional, oft unter Verzicht auf Fleisch, immer auf Müll und Umweltgifte. Oder gleich auf den klassischen Konsum, indem Dinge wiederverwendet, umgenutzt, selbstgemacht oder geteilt werden.

Nah und Fern

Hier finden Sie Geschichten über das, was ganz nahe liegt, auch wenn es fern scheint. Und wenn tatsächlich einmal etwas fern liegt, wie man es am besten erreicht. Also: Stories über Verkehr und Transport, über Tourismus und Reisen und über Möglichkeiten, Dinge gar nicht erst von weit her zu beschaffen, aber trotzdem alles Nötige vor Ort zu haben; zum Beispiel regionale Produktion und Wirtschaftskreisläufe, Regionalwährungen oder dörfliche Versorgungsstrukturen.

Wir Ihr Sie

Das sind Geschichten über Menschen, die neue Formen des Sozialen erproben und zeigen, dass sich durch Gemeinwohlorientierung das Bruttosozialglück erhöhen lässt. Dabei geht es auch um Solidarität, Verantwortung und gemeinschaftliches Engagement – kurz: um Wege aus einer Kultur, die verhängnisvollerweise dem zukunftsfeindlichen Slogan der Postbank folgt: „Unterm Strich zähl ich!“

Spielen und Lernen

Schülerinnen und Schüler, Jugendliche und Studierende müssen noch die längste Zeit in der Zukunft leben. Hier werden Geschichten erzählt, die zeigen, dass Bildung etwas ganz anderes sein kann als es die pseudofunktionalen Lernanstalten im G8-Zeitalter glauben machen. Und dass sich auch Ältere in Zukunftsfähigkeit bilden können. Die allerdings wird nicht unterrichtet, sondern gelebt.

Weiter und Breiter

Hier gibt es Geschichten über Multiplikatoren, Förderer, Stifter, Kommunikatoren und Netzwerker – kurz: Künstlerinnen und Künstler des Verbindens. Sie stellen Synergien zwischen Akteuren her, erzählen deren Erfolge weiter, verbreiten nachhaltige Praktiken oder generieren selbst Wissen über Strategien der Zukunftsfähigkeit.